Gschichtldrucker

Von einem Schreiber – für Schreiber

Archive for März 2015

Trailer zu „Stung“ online

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Es ist schon eine Weile her, dass ich auf meinem Indie-Film-Blog HomeMovieCorner über den Drehbuchwettbewerb „Schreib um dein Leben“ berichtet habe (siehe Post vom 11. Juli 2011). Damals hat die deutsche Rat Pack Filmproduktion (u.a. „Die Welle“, „Wir sind die Nacht“) Stoffe für kostengünstige Horror-, Mystery oder Genrefilme gesucht – und in „Stung“ (Facebook-Site) von Benni Diez und Adam Aresty gefunden. Als Preis lockte eine Verfilmung, was nun auch geschehen sein dürfte, denn gerade ist ein erster Trailer veröffentlicht worden. Und der schaut mir nach kurzweiligem Spaß aus.

Synopsis: Mrs. Perch, eine betagte aber dennoch höchst eitle Dame aus besten ländlichen Verhältnissen, richtet wie jedes Jahr eine schicke Gartenparty auf ihrem abgelegenen Anwesen aus. Alles wie üblich – nur dass diesmal der illegal importierte Pflanzendünger für ihren prächtigen Garten in den Boden sickert. Daraufhin mutiert eine ansässige Spezies von Killerwespen, die sonst ihre Eier in andere Insekten zu legen pflegt, zu zwei Meter großen Raubtieren. Und die feiernde Gesellschaft aus gehobenem Hause bietet genau die richtige Art Beute für die sechsbeinigen Biester.

Jetzt liegt es an Paul und Julia, den beiden jungen Catering-Angestellten die Kreaturen aufzuhalten. Dabei müssen sie nicht nur den tödlichen Gefahren totzen, sondern auch noch ihre stolpernde Romanze in den Griff bekommen und sich endlich ihre Gefühle füreinander einzugestehen.

Man beachte bitte die Anwesenheit von Lance „Bishop aus Aliens“ Henriksen.

Rodja

PS: Jetzt würde mich nur interessieren, was aus dem lange angekündigten Nachfolgewettbewerb „Rettet die Komödie“ geworden ist?

PPS: Ach, das erinnert mich daran, dass der „Praktikant“ von Rat Pack Filmproduktion damals ziemlich böse auf meiner Site gelästert hat. Ach, waren das Zeiten, als ich noch als kontrovers galt. 😀

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Written by Gschichtldrucker

16. März 2015 at 23:45

Veröffentlicht in Wettbewerbe

Die Wiederentdeckung der Schreibmaschine

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© Rodja Pavlik

© Rodja Pavlik

Tja, was soll ich sagen… Ich habe die Schreibmaschine für mich wieder entdeckt. Obwohl… ich bin auch kein Gegner des Computers. Ich muss aber sagen, dass ich ziemlich leicht abzulenken bin, sozusagen einen schwachen Willen habe. Insofern lenkt mich das Arbeiten am Computer auch eher ab, bzw. hat sehr viele Ablenkungsmöglichkeiten zu bieten. Spiele, Internet, etc., etc.

Wenn ich im Text nicht weiterkomme, brauche ich kurz eine Abwechslung, checke E-Mails, surfe im Internet, bin auf Facebook. Und schwupps, schon bin ich ganz draußen aus dem Konzept. Meistens ist das Surfen im Internet sogar für die Arbeit. Mal schnell noch einen Link checken, der für den Artikel notwendig ist. Was hat der Soundso noch mal im „Standard“ geschrieben? Ah, der neueste Filmtrailer ist raus, mal schauen, wie der Film so ist, über den ich gerade schreibe.

ABER: Es lenkt auch ab. Wenn ich z.B. an einem Drehbuch oder einem Roman schreibe. Dann kommt mir die journalistische Arbeitsweise nicht unbedingt entgegen.

Und so habe ich mich nach Alternativen umgeschaut. Hemingwrite. USB-Typewriter. Alles Sachen, die entweder erst kommen und/oder aus Übersee sind. Und dann habe ich mich für Monica entschieden. Genauer gesagt eine Olympia Monica de Luxe. Eine mechanische Schreibmaschine aus den (schätze ich mal) 1980ern. Es ist eine Kofferschreibmaschine, ein schweres Ding. Es war nicht Liebe auf den ersten Blick, dafür gibt es wesentlich elegantere Schreibmaschinen.

Ich war mir auch nicht sicher, ob ich überhaupt eine Schreibmaschine haben wollte. Meine Mutter hat noch eine elektrische Brother daheim stehen, auf der ich in den 1980ern das Zehnfinger-System erlernte. Auf die hätte ich jederzeit zurückgreifen können. Aber zuerst ging ich mich mal informieren. Und es gibt sogar ein Geschäft in Wien, das Schreibmaschinen verkauft. Laut Ladenbesitzer gibt es die ja nicht mehr neu, sondern nur gebraucht. Er hat sich darauf spezialisiert, Restposten aufzukaufen. Also Maschinen, die nie benutzt wurden und die er erst servicieren muss (die Mechanik einer Schreibmaschine leidet nicht unter Abnutzung, sondern eben dann, wenn sie nicht benutzt wird). Bedenkt man die Mühen, solche Schreibmaschinen zu finden, zu überprüfen, Sachen auszuwechseln und zu servicieren, kann man sich vorstellen, dass so eine Schreibmaschine ganz schön teuer werden kann. Also ungefähr gleich viel wie ein preisgünstiger Laptop. Auf jeden Fall zu teuer für einen, der sich noch nicht sicher ist, ob er das überhaupt haben möchte.

Also ging ich an einem Samstag auf den Flohmarkt am Naschmarkt und drehte meine Runden. Und siehe da: Da standen ein paar Schreibmaschinen herum. Einige offen, andere eingepackt und versteckt. Aber mit der Zeit entwickelt man doch ein Gespür für die Formen der Koffer- bzw. Reiseschreibmaschinen. Ich testete einige durch, hatte sogar extra Papier mitgenommen. Alles so in der Preiskategorie zwischen 30 und 40 Euro. Und sobald ich das Klack, Klack vernahm, merkte ich, dass mir das Tippen Spaß machte.

Es gab schöne Maschinen, aber die hatten alle ihre Mankos. Entweder funktionierte ein Buchstabe nicht, der Wagen ließ sich nicht ganz zurückschieben oder die Mechanik war voller Flusen. Und dann sah ich Monica. Sie wirkte nicht nur schwer, sondern war es auch. Aber: Sie war sauber. Die Tasten funktionierten, der Wagen glitt mühelos hin und her – und auch der Tabulator war einwandfrei. Kostenpunkt: 25 Euro. Wie gesagt, ich wusste nicht, ob ich überhaupt eine Schreibmaschine haben wollte – und meinte frech 15 Euro. 20 Euro kam das Gegenangebot. Ich wollte zuschlagen, meinte aber noch, dass ich mich noch ein bisschen umschauen wollte. Da ging man auf die 15 Euro ein. Trotzdem wollte ich noch ein bisschen herumgehen. Ui, da wurde ich geistig mit allen möglichen Schimpfnamen bedacht. Dennoch zog ich los und fand nichts Vergleichbares.

Das Tückische an einem Flohmarkt ist ja Folgendes: Man kann sich noch so gut eine Stelle einprägen, wo man etwas gesehen hat… Die Chancen, diese wiederzufinden, sind sehr gering. Entweder das gewünschte Ding ist weg – oder man findet den Stand einfach nicht wieder. Schaut in der falschen Reihe nach, solche Sachen halt. Und das passierte eben auch bei Monica. Als ich dann doch wieder vor dem Stand war, war das mehr Zufall als Berechnung. Ich zahlte die 15 Euro und schnappte mir die Kofferschreibmaschine.

Und nun sitze ich daheim und möchte das schwere Ding nicht missen. Echt. Ich habe in den letzten Tagen schon mehr an meinem Zombie-Roman geschrieben, als in den letzten zwei Jahren. Es ist wunderbar. Ich werde nicht abgelenkt (okay, bei zwei Kindern in der Wohnung ist das schwer, aber zumindest die Neuen Medien fallen flach). Momentan tippe ich nur Notizen, die ich in einem Schnellhefter so reihe, dass sich langsam die Geschichte zusammenbaut. Ich schreibe den Anfang, das Ende, einen Teil dort, dann einen Teil da – und puzzle sie chronologisch hintereinander. Tippfehler? Scheiß drauf. Ich weiß, dass ich das Ganze irgendwann einmal in den Computer abtippen werde. Und das wird eine Heidenarbeit werden. Aber ich werde den Text sowieso überarbeiten müssen, also was soll’s? Und ich tue mir wesentlich leichter, wenn ich etwas haptisch in der Hand habe, als wenn ich Absätze auf meinem Computer hin- und herschiebe. Und: Wenn ich einen Gedanken habe, brauche ich nur zur Schreibmaschine gehen und tippen. Sie steht bereit, hat ein Blatt Papier immer eingespannt. So schnell kann kein Computer hochfahren (nicht mal ein Mac), habe ich schon den Satz abgetippt.

Ganz abgesehen davon, dass das Ganze etwas Zen-Buddhismus-mäßig Reinigendes an sich hat. Das Klack Klack der Schreibmaschine, das sich langsame Befüllen des Blatt Papiers. Ich tippe mich regelrecht leer. Karthasis, ich komme.

Und es hört nicht auf. Ich überlege gerade, mir eine Reiseschreibmaschine (Vielleicht eine Olympia Traveller de Luxe S? Mehr dazu vielleicht demnächst) zusätzlich zu kaufen. Einfach, um auch draußen im Park tippen zu können. Falls Ihr mich nicht kennt – und Ihr seht einen Mann bei schönem Wetter im Park tippen… Die Chancen stehen nicht schlecht, dass ich es sein könnte.

Rodja

PS: Dass man den Text nicht abspeichern kann, hat mich anfangs sehr gewurmt. Aber bis dato gibt es einfach noch nicht das perfekte Gerät.

Written by Gschichtldrucker

10. März 2015 at 03:30

Veröffentlicht in News, Tipps & Tricks

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Stadt Salzburg schreibt Drehbuchentwicklungspreis 2015 aus

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© Rodja Pavlik

© Rodja Pavlik

2015 schreibt die Stadt Salzburg zum zweiten Mal einen Drehbuchentwicklungspreis für Kinospielfilme ab 60 Minuten aus.

Bis zum 30. Mai 2015 (Datum des Poststempels) kann ein Treatment eingereicht werden. Teilnahmeberechtigt sind Autoren bis zum vollendeten 45. Lebensjahr. Es können Einzelpersonen, aber auch Teams einreichen. Einzelpersonen müssen entweder in der Stadt Salzburg geboren sein oder hier ihren ständigen Wohnsitz haben. Bei Teams muss die Mehrzahl der Mitglieder überwiegend in Salzburg geboren sein oder ihren ständigen Wohnsitz in der Stadt haben. ODER der Film weist einen expliziten Salzburg-Bezug auf. (Wenn ich das also richtig verstanden habe, ist das die ultimative Bedingung, die alle anderen Bedingungen overruled.)

Der Hauptpreis beträgt 3.000,- Euro. Zusätzlich bietet der Preis dramaturgische Betreuung durch einen Mentor bzw. Dramaturgen. Ziel ist ein bei Förderstellen und Produktionsfirmen einreichfertiges Treatment, damit daraus ein verfilmbares Drehbuch entstehen kann. Der 2. und 3. Platz werden mit je 1.500,- Euro prämiert.

Rodja

INFO: Nähere Informationen wie Einreichmodalitäten der Stadt Salzburg zum Wettbewerb: http://tinyurl.com/mpth8qn

Written by Gschichtldrucker

2. März 2015 at 22:46

Veröffentlicht in News, Wettbewerbe

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