Gschichtldrucker

Von einem Schreiber – für Schreiber

Archive for Mai 2012

Tom Bohn: „Wir stehen vor einer unglaublichen Revolution“

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Bohn über die zukünftige Realität des Filmemachens

Wie ja einige wissen, habe ich mal für die Site Indie-Stars.de von Regisseur Tom Bohn die Redaktion geschupft (das war, als Indie-Stars noch unabhängige Filme zeigte und bevor die Firma in eine reine Filmproduktion umgewandelt wurde).

Aus dieser Zeit her kenne ich auch Toms Filmprojekt „Reality XL“, das er – der gestandene Regisseur (u.a. mehrere „Tatorte“ sowie den Kinofilm „Straight Shooter“ mit Heino Ferch und Dennis Hopper) – geschrieben und mit ausbezahlten Lebensversicherungen auch selbst produziert und verfilmt hat. Mit anderen durfte ich die ersten Fassungen gegenlesen und einige meiner Anmerkungen wurden tatsächlich im Film berücksichtigt.

Nun hat die Podcast-Site „Stichwort: Drehbuch“, eine Inititative des Deutschen Drehbuchverbandes, mit Tom Bohn über das unabhängige Schaffen eines Mysteryfilms gesprochen. Dass es kein leichter Weg war, ist klar – dennoch glaubt Tom, dass die Profi-Branche vor einem gewaltigen Umbruch steht.

Zum Podcast geht es hier entlang.

Rodja

FOTO: Rodja Pavlik

Trailer „Reality XL“

Written by Gschichtldrucker

31. Mai 2012 at 09:51

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Cancer’s a bitch!

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Krebs… Das ist ein Thema, bei dem sich mir persönlich alle Nackenhaare sträuben. Es betrifft viele von uns – entweder selbst oder indirekt durch Verwandte, Freunde oder Bekannte. Mein Vater ist leider daran verstorben, und es war nicht einer dieser schönen Filmtode, bei dem man im Nachhinein denkt: „Ja, er und ich sind letztendlich daran doch gewachsen.“ Und auch mein persönliches Idol und Inspirationsquelle, der schottische Singer/Songwriter Jackie Leven, erlag erst vor kurzem einem Krebsleiden.

Aus diesem Grund könnte ich wahrscheinlich auch kein „schönes“ Krebs-Drama schreiben (geschweige denn sehen – Himmel, ich habe ja schon beim Spielfilm „Echte Wiener – Die Sackbauer-Saga“ Rotz und Wasser geheult, als ein im realen Leben an Krebs tödlich erkrankter Götz Kauffmann einen sterbenden Krebskranken spielte). Und eine Komödie über Krebs? Nope, nicht mein Ding.

Nicht so jedoch der US-Amerikaner Will Reiser, der für den hoch gelobten Film „50/50 – Freunde fürs (Über)Leben“ seine eigene Krebs-Erfahrung zu einem Drehbuch für eine Komödie verarbeitet hat. Die Hauptrolle spielt der von mir sehr geschätzte Joseph Gordon-Levitt. Den engen Freund, der dem Protagonisten Adam beisteht, gibt der von mir nicht so geschätzte Seth Rogen, der wiederum im realen Leben Will Reiser ein guter Freund ist und ihm auch während der Erkrankung beistand.

„Die Zeit“ interviewte Drehbuchautor Reiser, wie er sein eigenes Lebenstrauma in einem Drehbuch verarbeiten konnte: „Dem Krebskranken bleibt nur Humor“

Rodja

In memoriam Jackie Leven (1950 – 2011)

Written by Gschichtldrucker

21. Mai 2012 at 15:52

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Welche Storys braucht das Land?

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Mit Land ist natürlich Deutschland gemeint – aber filmisch schauen wir Österreicher immer wieder gerne rüber zum großen Bruder. Bei einer Podiumsdiskussion mit u.a. Autor/Regisseur Dennis Gansel („Die Welle“, „Napola“), der österreichischen Dramaturgin/Script Consultant Ines Häufler und dem Produzenten Christoph Müller („Sophie Scholl“, „Whisky mit Wodka“) wurde die Situation des deutschen Kinofilms besprochen, der zwischen vielen ernsten, ambitionierten, aber wenig erfolgreichen Dramen und den noch selteneren, aber oft kapitalen Komödien-Erfolgen schwankt.

Diskutiert wurden Fragen wie „Welche Rolle spielt die Dramaturgie?“, „Gibt es eine Dramaturgie für die Kunst und eine andere für den Kommerz?“ – und ganz wichtig: „Gibt es Brücken über diesen Graben?“.

Den Podcast von „Stichwort:Drehbuch“ gibt es hier zu hören.

Rodja

PS: Eins muss man den Deutschen lassen: Kaum jemand kann so schön Hirnwichsen wie sie…

Written by Gschichtldrucker

10. Mai 2012 at 18:58

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17. Carl-Mayer-Drehbuchpreis der Stadt Graz

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Zum 17. Mal findet der von der Stadt Graz ausgerufene Carl-Mayer-Drehbuchpreis statt. Bis zum 30. November 2012 kann ein deutschsprachiges, 25-seitiges Treatment zum Thema „Game Over“ für einen Spielfilm oder eine Dokumentation eingereicht werden. (Ich liebe so schwammige Themen: Die klingen so einfach – und trotzdem nagt dann an einem ständig der Gedanke, dass man vielleicht eine Themenverfehlung begangen hat.)

Der Hauptpreis beträgt 14.500,- Euro, der Förderungspreis 7.200,- Euro. Die Juryentscheidung soll dann im ersten Jahresdrittel 2013 in Graz erfolgen.

Die Preisträger erhalten nach der Vergabe die Hälfte des jeweiligen Preisgeldes. Die Auszahlung der zweiten Hälfte erfolgt nach Abnahme des auf Basis des prämierten Treatments entwickelten und fertig gestellten Drehbuchs. Hier gilt der Termin 15. November 2013.

Rodja

Nähere Informationen über das Procedere und die Bedingungen gibt es hier: http://www.kulturserver-graz.at/kulturamt/129

Written by Gschichtldrucker

4. Mai 2012 at 18:55

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And the winner is…

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So, jetzt wird der Schleier gelüftet, wer der Preisträger der diesjährigen ist.

And the 500 Euros go to… Matthias Olof Eich für sein 3D-Projekt „Cerusit“

Insgesamt wurden fünf Projekte eingereicht. Anfangs dachte ich noch, dass es eine relativ einfache Sache ist – musste dann aber erkennen, dass es doch eher eine knappe Entscheidung zwischen Helmut Brandl von Brandl Pictures (Western „…und sie kehrten niemals wieder“, Sci-Fi-Fantasy „Omnia“), Matthias Olof Eich und Simon Hoffmann von Kemperly Film Produktion (Drama „Alles wird gut“ – diese Produktion werde ich auf jeden Fall im Auge behalten) werden würde. Letztendlich haben mich aber die besseren Unterlagen, die mir ein schärferes Bild vom angestrebten Endergebnis vermitteln konnten, sowie der Zusatz 3D überzeugen können.

Ob es nächstes Jahr wieder eine Drehförderung geben wird, steht noch in den Sternen – sprich: hängt von den Finanzen ab. Geplant ist es aber.

Rodja

Written by Gschichtldrucker

3. Mai 2012 at 10:31

Veröffentlicht in News, Wettbewerbe