Gschichtldrucker

Von einem Schreiber – für Schreiber

„Tatort“ im Praxistest

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Nicht uninteressant für Drehbuchautoren: Die deutsche Wochenzeitschrift „Die Zeit“ verdonnerte ihre Kriminalreporterin Sabine Rückert zu zwei Monaten „Tatort“ schauen. Ziel des Praxistests: Wie real ist die im Fernsehen dargestellte deutsche Polizei-Wirklichkeit? Eh klar, dass die Journalistin die Besserwisserin raushängen lässt und Drehbuchautoren gegenüber nicht gerade gnädig ist. Aber davon mal abgesehen finde ich den Artikel doch recht erhellend – und ich stelle mir die Frage, ob es wirklich so unmöglich ist, einen fiktiven Kriminalfall spannend und dabei zugleich so real wie möglich darzustellen?

Hier geht es zum Artikel: Der Fall „Tatort“

Dass einige Deutsche anscheinend nichts mit dem österreichischen „Tatort“ anfangen können, beweist der wirklich saublöde „Bild“-Artikel „Warum können die Ösis die Fälle nicht richtig lösen“ , indem sich Autor Sven Kuschel fragt, warum in österreichischen Folgen die großen Drahtzieher davon kommen.

(Eigentlich geht es der „Bild“-Redaktion um was ganz anderes, wie die letzten Absätze offenbaren: Nämlich ob Bibi und Moritz irgendwann einmal miteinander schnackseln.)

Und hier noch zwei Interviews mit „Tatort“-Regisseurin Sabine Derflinger, die erklären, warum der österreichische „Tatort“ etwas anders als seine deutschen „Kollegen“ ist.

„Tatort“: Politisch unkorrekt, bis es absurd wird
„Wahnsinn, welche Bedingungen in der Branche herrschen“

Rodja

PS: Wie ein „Tatort“ tatsächlich funktioniert, zeigt die mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Satiresendung „Walulis sieht fern“ übrigens recht treffend.

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Written by Gschichtldrucker

27. März 2012 um 14:54

Veröffentlicht in News

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